Buchungssätze und Skonto



Buchungssätze fürs Skonto machen sich erforderlich, weil Rabatte buchhalterisch nicht erfasst werden, Skonti hingegen schon. Diese sind nicht mit Mengen- oder Treuerabatten zu verwechseln, sie werden für die pünktliche beziehungsweise vorfristige Bezahlung einer Ware eingesetzt und haben sich dort als sinnvolles Mittel bewährt. Korrekte Skonto Buchungssätze sind unter anderem erforderlich, weil Skonti zu versteuern sind.

Buchungssätze Skonto in der Praxis



Praktisch kauft ein Unternehmen vom Lieferanten Rohstoffe für 10.000 Euro netto ein, der Lieferant gewährt drei Prozent Skonto bei Bezahlung innerhalb von 14 Tagen. Der Skonto Buchungssatz enthält zunächst:
  • Aufwendungen für Waren: 10.000 Euro
  • Vorsteuer: 1.900 Euro an
  • Verbindlichkeiten: 11.900 Euro
Aus diesem Buchungssatz können nun zwei unterschiedliche Skonto Buchungssätze gebildet werden, nämlich für ein Brutto- und ein Nettoskonto.

Berechnungen der Skonto Buchungssätze für Brutto- und Nettobeträge



Beim Bruttoskonto erscheint der Buchungssatz Skonto sehr einfach, die ganze Rechnung reduziert sich einfach brutto um den Skontobetrag. Das Unternehmen zahlt an seinen Lieferanten die 11.900 Euro innerhalb der nächsten zehn Tage und zieht drei Prozent vom Bruttowert ab. Die Rechnung lässt sich sehr einfach darstellen:
  • 11.900 - (11.900 * 3%) = 11.543 Euro
wobei das Bruttoskonto 357 Euro beträgt. Das Unternehmen überweist seinem Lieferanten vor Ablauf der 14 Tage einen Betrag von 11.543 Euro und nimmt diesen in die Buchungssätze Skonto entsprechend auf. Steuerlich ist nur der tatsächliche Betrag zu berücksichtigen, der gezahlt wurde. Beim Nettoskonto muss die Steuer hingegen errechnet werden, wozu Skonto Buchungssätze ebenfalls dienen können. Die Vorsteuer ist entsprechend gegenüber der Rechnung zu korrigieren. Der Buchungssatz Skonto ermittelt zuerst das Nettoskonto:
  • 357 / 1,19 = 300
was bedeutet, dass im Bruttoskonto 57 Euro Mehrwertsteuer enthalten sind. Nun ist der Korrekturbetrag zu verbuchen, wofür Buchungssätze Skonto zwei Möglichkeiten eröffnen. Entweder erfolgt eine Korrekturbuchung wie folgt:
  • Verbindlichkeiten 11.900 Euro an
  • Liefererskonto 357 Euro an
  • Bank 11.543 Euro
  • Lieferskonto 57 Euro (Korrekturbetrag) an
  • Vorsteuer 57 Euro
Das Finanzamt verlangt im Buchungssatz Skonto die erkennbare Korrektur, weswegen auf dem Unterkonto für die Lieferskonti die Mehrwertsteuer herausgebucht werden musste. Häufiger kommt allerdings das Nettobuchungsverfahren bei den Skonto Buchungssätzen zum Einsatz:
  • Verbindlichkeiten 11.900 Euro an
  • Liefererskonto 300 Euro an
  • Vorsteuer 57 Euro an
  • Bank 11.543 Euro
Mit der Direktbuchung des Nettoskontos benötigt die Buchhaltung den zweiten Skonto Buchungssatz nicht mehr, vielmehr erfolgt die Steuerkorrektur durch die Buchungssätze Skonto auf dem Konto für Vorsteuer.

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