Buchungssätze und Rückstellung



Buchungssätze Rückstellungen werden für Passivposten gebildet, die prinzipiell, aber nicht hinsichtlich der Höhe und/oder Fälligkeit feststehen. Jedes Unternehmen muss Rückstellungen für erwartbare und auch nur eventuelle künftige Ausgaben bilden, die sich teils aus steuerlichen Verpflichtungen, teils aus Abschreibungen und nötigen Neuanschaffungen und teilweise auch aus unerwarteten Geschehnissen ergeben können und werden. Diese Grundsätze bilden Buchungssätze Rückstellungen ab.

Buchungssätze Rückstellungen betreffen Fremdkapital



Da die künftigen Ausgaben wirtschaftlich aus dem abgelaufenen Jahr bestritten werden, gehören Rückstellungen zum Fremdkapital. Eine klassische Verwechslung betrifft Rückstellungen und Rücklagen. Letztere sind als Eigenkapital getrennt auszuweisen. Rückstellungen hingegen sind Aufwendungen eines laufenden Geschäftsjahres, die als Zahlung erst im folgenden Geschäftsjahr zum Tragen kommen. Buchungssätze für Rückstellungen werden daher zeitlich abgegrenzt als "Sonstige Verbindlichkeiten" erfasst. Entscheidend hierfür ist die Verursachung der Rückstellungen im aktuellen Geschäftsjahr, das Ereignis mit der Folge einer Aufwendung ist bereits eingetreten (Abschreibung, Steuerverpflichtung oder ähnliches). Manche Aufwendungen treten später nicht ein, das Risiko bestand aber hierfür und wurde in die Buchungssätze Rückstellungen implementiert. Genauere Vorschriften zu Rückstellungen finden sich im HGB § 249, unter anderem heißt es, Rückstellungen seien zu bilden für
  • ungewisse Verbindlichkeiten
  • drohende Verluste bei schwebenden Geschäften
  • aktuell fehlende Aufwendungen für Abraumbeseitigung, Instandhaltung und weitere betriebliche Maßnahmen
  • Gewährleistungen ohne rechtliche Verpflichtung
Rückstellungen können aufgelöst oder in Rücklagen umgewandelt werden.

Bildung der Buchungssätze Rückstellungen



Die Rückstellungen, die teilweise zu schätzen sind, mindern den Ertrag des Jahres, in welchem sie gebildet wurden. Buchungssätze Rückstellungen stellen das dar, indem der Buchungssatz lautet:
  • Aufwandskonto an Rückstellungen
Die Aufwandsbuchung mindert damit den Gewinn im Abschlussjahr. Durch den entsprechenden Buchungssatz Rückstellungen ist es möglich, den Betrag ins neue Jahr zu übernehmen. Auch nimmt das Unternehmen buchhalterisch ein mögliches Ereignis vorweg, bei dessen Eintreffen die Rückstellungen verwendet werden. In diesem Moment entspricht der Rückstellungsbetrag dem tatsächlichen Aufwand, auch ist es natürlich möglich, dass genau so viele Rückstellungen gebildet wurden, dass eine ertragsneutrale Buchung möglich wird. Der Buchungssatz nach dem Einsatz von Rückstellungen lautet:
  • Rückstellungen an Bank
Sollte der Fall eintreten, dass ein Rückstellungsbetrag kleiner als der nötige Aufwand ausfällt, muss ein periodenfremder Aufwand gebildet werden. Der Buchungssatz lautet hierfür:
  • Aufwandskonto und Rückstellungen an Bank
Damit sind Buchungssätze Rückstellungen imstande, die Differenz zwischen gebildeter Rückstellung und Aufwand ins neue Jahr zu verbuchen.

Copyright © 2021 buchungssätze.net