Buchungssätze im Rechnungswesen



Im Rechnungswesen spielen Buchungssätze eine zentrale Rolle, sie gehören zu den absoluten Grundlagen. Das ist relativ leicht zu verstehen, denn die Transaktionen eines Unternehmens müssen innerhalb der doppelten Buchführung erfasst werden. Es werden bei einem Geschäftsvorfall stets mindestens zwei Konten verwendet (einfacher Buchungssatz), das Soll- und das Habenkonto. Daher ist ein Rechnungswesen ohne Buchungssätze nicht denkbar.

Buchungssätze im Rechnungswesen



Ein Buchungssatz verwendet stets die allgemeine Formulierung "Soll an Haben", wodurch angezeigt wird, dass Sollbuchungen vor und Habenbuchungen nach dem "an" aufzuführen sind. Diese recht einfache Struktur stellt einen Kern im Rechnungswesen und seiner Buchungssätze dar. Wenn etwa ein Unternehmer 100 Euro aus der Kasse nimmt und auf sein Firmenkonto einzahlt, lautet der Buchungssatz:
  • Bank 100,- € an Kasse 100,- €
Für die Buchungen verwendet das Rechnungswesen T-Konten, die links das Soll, rechts das Haben enthalten. Wenn in Tutorials Buchungssätze im Rechnungswesen behandelt werden, vernachlässigen die meisten Materialien die anfallenden Steuern, um zunächst das Prinzip zu veranschaulichen. Grundlegende Buchungssätze sind im Rechnungswesen:
  • 1. Erfolgsunwirksame Buchungen: Diese Buchungssätze verändern nicht den Jahresüberschuss, es werden nur Bestandskonten bebucht. Man findet diese Buchungssätze im Rechnungswesen bei Geldtransfers wie oben (Bank an Kasse) oder bei Investitionen. Sie geschehen auf der Aktivseite einer Bilanz und werden daher als Aktiv-Aktiv-Tausch bezeichnet, auch den Passiv-Passiv-Tausch (zum Beispiel bei einer Umwandlung von kurz- in langfristige Schulden) gibt es.
  • 2. Erfolgswirksame Buchungen: Solche Buchungssätze beeinflussen den Jahresüberschuss, sie bebuchen Bestandskonten ebenso wie Ertrags- und Aufwandskonten. Man findet diese Buchungssätze im Rechnungswesen bei Verkäufen und Einkäufen.
Um etwas tiefer in die Materie einzudringen, folgen in Tutorials zum Rechnungswesen Buchungssätze mit Umsatz- und Vorsteuer.

Buchungssätze mit Umsatz- und Vorsteuer



Umsatzsteuer und Vorsteuer unterscheiden sich im unternehmerischen Prozess und damit auch hinsichtlich der Buchungssätze im Rechnungswesen. Die Vorsteuer erfasst den Mehrwert eines hergestellten Produktes, das stufenweise veredelt wird. Das Unternehmen erwirbt zunächst ein Rohprodukt und veredelt es durch seine Produktion weiter, auch im Rechnungswesen erhält das Produkt eine neue Güte. Die Vorsteuer des Vorproduktes kann von der des veredelten Produktes abgezogen werden. Entsprechende Buchungssätze erfassen diesen Prozess im Rechnungswesen auf einem Vorsteuerkonto, das am Jahresende mit dem Umsatzsteuerkonto verrechnet wird. Die Umsatzsteuer entsteht beim Endverkauf an den Kunden, der diese beim Kauf mitbezahlt, wonach das Unternehmen die einbehaltene Umsatzsteuer nach Verrechnung der intern gezahlten Vorsteuer auf Rohprodukte und Dienstleistungen anderer Unternehmer an das Finanzamt zahlt. Entsprechende Buchungssätze erfassen im Rechnungswesen diesen Vorgang.

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